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Syrien

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung hat "Der Syrien-Krieg hat mehr als 250.000 Menschenleben gefordert und die Hälfte der Bevölkerung (ca. 24 Mio.) zu Flüchtlingen gemacht. Die gemäßigte Opposition wurde zwischen syrischem Regime und IS fast aufgerieben."

Weiterführende Informationen:

 

  • Politische Zusammenhänge  

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Hintergrund: Der Irakkrieg (auch Zweiter Irakkrieg oder Dritter Golfkrieg) war eine völkerrechts-widrige Militärinvasion der USA, Großbritanniens und einer „Koalition der Willigen“ in den Irak. Er begann am 20. März 2003 mit der Bombardierung ausgewählter Ziele in Bagdad und führte zur Erober-ung der Hauptstadt und zum Sturz des irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein.

Saddam Hussein baute seine Machtstrukturen auf den Sunniten auf. Nach dem Sturz von Saddam Hussein setzte der US-Zivilverwalter im Irak Paul Bremer auf die Schiiten und provozierte damit den Widerstand gegen die Besatzer. Darüber hinaus veranlasste er die Entlassung in die Arbeitslosigkeit von über 300.000 irakischer Soldaten. Viele Berufssoldaten versammelten sich samt ihrer Waffen im Widerstand.

Der türkische Außenminister Abdullah Gül warf dem Zivilverwalter, Paul Bremer, indes "Unkenntnis der Region und der Geschichte" vor. Daraus und aus der Unkenntnis der Traditionen der dort lebenden Men-schen resultierten die gegenwärtigen Schwierigkeiten der USA im Irak, sagte er.

 

Damit begann der Aufstieg von Al Qaida zu einem Faktor im chaotischen irakischen Machtspiel. Dem sunnitischen Jordanier Abu Musab Al Zarkawi, welcher ursprünglich das jordanische Königshaus stürzen wollte, bot sich plötzlich die Gelegenheit, gegen die Amerikaner zu kämpfen und einen Jihad gegen die Schiiten führen zu können. Ein gnadenloser und brutaler Kampf nahm seinen Anfang, garniert mit rigi-den, puritanischen Regeln. Rauchen, Trinken und Musik wurde strengstens verboten. Zarkawi stützte sich auf die Lehren der frühen Wahhabiten vor über 200 Jahren auf der Arabischen Halbinsel. Im Oktober 2006 rief "Al Qaida" im Irak nach Integration mehrer Widerstandsgruppen den "Islamischen Staat im Irak" aus. Neuer Führer wurde nach dem Tod von Zarkawi der Ägypter Abu Ayyub Al Masri.*

 

*) Jürgen Todenhöfer; Inside IS - 10 Tage im Islamischen Staat. S. 12

Der Bürgerkrieg in Syrien ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Truppen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Kämpfern vieler Oppositionsgruppen. Auslöser des Bürgerkriegs war ein friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings Anfang 2011, der zum bewaffneten Konflikt eskaliert ist. Neben dem Zustrom von Geld und Waffen kämpften auch immer mehr ausländische Freiwillige und Söldner in Syrien. Die ursprüngliche Motivation der Opposition, die Demokratisierung Syriens zu erreichen, spielt seitdem nur noch eine geringe Rolle.

Im vierten Kriegsjahr zerfiel der Bürgerkrieg zunehmend in Einzelkonflikte unterschiedlicher Gruppier-ungen auf syrischem Boden. Durch die direkte Einmischung des Iran und seiner Hisbollah-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg, sowie den russischen Militäreinsatz auf Seiten der Regierung und der internatio-nalen Anti-IS-Koalition unter Führung der Vereinigten Staaten gegen den terroristischen „Islamischen Staat“ (IS) in Syrien wurde der Krieg, der als Bürgerkrieg gegen die Assad-Regierung begann, zu einem Konflikt mit geostrategischen Dimensionen.[2] Durch die Luftangriffe der Türkei auf Ziele der Arbeiter-partei Kurdistans (PKK), und der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien weitete sich der Konflikt weiter aus.[3][4]

Staffan de Mistura, Sondergesandter der UNO schätzt im April 2016, dass seit Beginn des Krieges 400.000 Menschen getötet wurden.[5][6] Rund 11,6 Millionen Syrer sind auf der Flucht: Mindestens vier Millionen Syrer flohen aus ihrem Land und 7,6 Millionen sind innerhalb Syriens auf der Flucht.[7] Die UN bezeichnete die Flüchtlingskrise im Februar 2014 als die schlimmste seit dem Völkermord in Ruanda in den 1990er-Jahren.[8]Nährboden für diese verhängnisvolle Entwicklung bildete die sozioökonomische und die politische Situation Syriens, gepaart mit der Interessenlage unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und deren ausländischer Unterstützerstaaten.

 

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Karl-Heinz Hertenstein

 

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